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Gesundheit

Frauen fühlen sich unzureichend betreut

Albtraum: Fehlgeburt


Eine Umfrage des Femtech Startups Ava im deutschsprachigen Raum enthüllt: Knapp die Hälfte (46 Prozent) der Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten, geben sich die Schuld hieran. Die Studie offenbart auch, dass viele Frauen über die möglichen Ursachen nicht richtig aufgeklärt sind: Über 70 Prozent sind überzeugt, Stress könne eine Fehlgeburt auslösen. 37 Prozent sehen intensive körperliche Betätigung als Ursache und 35 Prozent das Heben schwerer Gegenstände – obwohl dies durch die Forschung längst widerlegt ist.

Die Ergebnisse der Befragung unter 1323 erwachsenen Frauen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich zeigen, dass Falschannahmen rund um das Thema Fehlgeburt nach wie vor weit verbreitet sind. „Es ist traurig zu sehen, dass diese Mythen rund um Fehlgeburten noch immer bestehen“, meint Maureen Cronin, Chief Medical Officer von Ava. „Seit Jahren ist bewiesen, dass Fehlgeburten nicht durch Stress, Bewegung oder das Heben schwerer Gegenstände verursacht werden. Und doch sind diese Fehlannahmen in den Köpfen derart stark verankert, dass es nicht erstaunt, wenn rund die Hälfte der betroffenen Frauen die Schuld bei sich selber sucht.“

Unzureichende medizinische Betreuung

Ferner legen die Umfrageergebnisse die Vermutung nahe, dass viele Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben, von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin nur unzureichend unterstützt werden. Während 81 Prozent der Befragten nach der Fehlgeburt sofort wieder schwanger werden wollten, gab über die Hälfte (55 Prozent) an, ihr Arzt habe ihnen geraten habe, einige Zyklen abzuwarten. Obwohl die neueste medizinische Forschung zeigt, dass es für die Mehrheit der Frauen unproblematisch ist, es bereits innerhalb des ersten Zyklus nach der Fehlgeburt erneut zu versuchen. Darüber hinaus gaben 26 Prozent der Befragten an, dass ihr Arzt oder ihre Ärztin ihnen nicht das nötige Mitgefühl entgegenbrachte.

„Es ist überraschend, dass vielen Frauen nach wie vor geraten wird, ein paar Zyklen abzuwarten, wenngleich mehrere umfassende, qualitativ hochwertige Studien zeigen, dass es keinen Grund dazu gibt“, meint Cronin und fügt an, dass die jüngsten Studien* gar in die entgegengesetzte Richtung zeigen: „Frauen die innerhalb der ersten sechs Monate nach einer Fehlgeburt erneut schwanger werden, haben ein geringeres Risiko eine erneute Fehlgeburt zu erleiden.“

Mit der Umfrage möchte Ava vorherrschende Falschannahmen rund um Fehlgeburten aufdecken und einen Teil zur besseren Aufklärung der Bevölkerung beitragen. Entsprechend führt das Unternehmen jährlich Befragungen bei Frauen aus verschiedensten Ländern durch.

* https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4780347/ und https://www.bmj.com/content/341/bmj.c3967